NEWS

Europa macht seine Banken sicherer, um zukünftige Finanzkrisen zu vermeiden und setzt in Zukunft auf Kundenhaftung statt auf den staatlichen Rettungsschirm.

Die europäische Bankenaufsicht verlangt von den Banken hohe Kapitalanforderungen. Wenn sie diese nicht erfüllen, zahlen neben den Aktionären auch Kunden mit Bankanleihen und Kontoguthaben über 100.000 Euro.

CET tier 1 Ratio

Um die Solidität der Kapitalausstattung der Banken zu messen, werden Indikatoren, sogenannte Ratios herangezogen. Einer der in neuester Zeit am meisten genutzte Parameter um die Solidität einer Bank zu messen, ist die Cet tier 1 (Common equity tier 1) Ratio. Sie misst die Beziehung zwischen Cet 1 (verkörpert durch das sogenannte harte Kapital = hauptsächlich das Aktienkapital und einbehaltene Gewinne) und die nach Risiko gewichtete Tätigkeit.

Nach den Normen der EZB darf die Cet1 (Common Equity Tier1) Ratio nicht unter 8% liegen. Die Cet1 Ratio der PRADER BANK beträgt aktuell über 40%.

Was am 21.11.2015 geschah

Am 21. November 2015 leitete die Banca d'Italia auf Basis der europäischen SRM Richtlinie die Abwicklung von 4 maroden Banken ein. Es handelt sich um die Banca Marche, Banca Popolare dell'Etruria e del Lazio, um die CariRieti e Cassa di Risparmio di Ferrara. In der Zwischenzeit kam noch als 5. Bank die Tercas Bank hinzu.

Die Abwicklung von Banken ist für Italien einzigartig und bis heute haben Kunden aus diesem Grund noch nie Geld verloren. Das wird sich in Zukunft ändern.

Was ist zu tun?

Bankkunden sind gut beraten, sich Gedanken über den "Gesundheitszustand der Bank" zu machen, mit der sie eine Geschäftsbeziehung pflegen:

Das beinhaltet folgende Maßnahmen:
  • Information und Klarheit über die Kapital- / Risikokoeffizienten der Bank, insbesondere den Cet1 (Common Equity Tier 1) als Bestandteil des aufsichtsrechtlichen Vermögens.
  • Diversifizierung der Institute, wo man seine Liquidität auf Abruf bereit hält oder liegen hat (parkt).
  • Vorsicht vor Zeichnung von Einzelanleihen, speziell Bankanleihen.
  • Diversifizierung nach Finanzinstrumenten.
  • Klare Definition der Risikoparameter gemeinsam mit dem Berater für sich selbst und für sein Unternehmen.
  • Veranlagung eines definierten Teils der Liquidität in einem gut durchgemischten Portfolio.

Downloads